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Tarifverhandlungen für 38.000 AWO-Beschäftigte

Wohlfahrt

ver.di fordert Sockelbetrag und fünf Prozent mehr

AWO-Tarifrunde 2016

Für die 38.000 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen beginnen am Dienstag (29.11.) die Tarifverhandlungen in Köln. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert einen Sockelbetrag von 50 Euro pro Monat für die ersten neun Lohngruppen und eine zusätzliche Gehaltserhöhung von fünf Prozent für alle Beschäftigten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 60 Euro monatlich steigen. Vereinbaren will man auch eine Übernahme nach der Ausbildung Für ver.di-Mitglieder soll es zusätzliche freie Tage geben. 

ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Cremer erklärte, die AWO NRW müsse Anschluss halten an die Einkommensentwicklung im Gesundheits- und Sozialwesen. „Die Differenz zu gleichen Tätigkeiten im öffentlichen Dienst beträgt bei den unteren Vergütungsgruppen sowie im Sozial- und Erziehungsdienst bis zu 17 Prozent“, sagte Cremer. Zudem hätten befristete Beschäftigungsverhältnisse in nordrhein-westfälischen AWO-Einrichtungen „ein beachtliches Ausmaß angenommen“. Inzwischen sei es üblich geworden, Erzieherinnen mit einem Teilzeitvertrag einzustellen, der von Kitajahr zu Kitajahr befristet wird. In einem AWO-Unterbezirk hätten über 17 Prozent der Beschäftigten einen befristeten Arbeitsvertrag ohne sachlichen Grund. „Diese Art von unsicheren Arbeitsplätzen wollen wir nicht mehr“, so Cremer.