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Kein Vertrauen in Lovenfosse-Gehrt und Tinschmann

Kliniken der Stadt Köln

Kein Vertrauen in Lovenfosse-Gehrt und Tinschmann

Kliniken der Stadt Köln: ver.di fordert Abberufung der Geschäftsführung

Zur aktuellen Presseberichterstattung des Kölner Stadtanzeigers (KSTA) zur wirtschaftlichen Situation der Kliniken der Stadt Köln erklärt Daniel Kolle, Geschäftsführer des ver.di Bezirks Köln-Bonn-Leverkusen: „Es ist unverantwortlich, dass die Beschäftigten und die Öffentlichkeit aus den Medien über finanzielle Schwierigkeiten der Kliniken informiert werden. Die Geschäftsführung selbst hat die seit Wochen andauernde Debatte rund um die Kliniken mit einer Pressemeldung zum schlechten Jahresergebnis 2017 ausgelöst. Wir fordern endlich Klarheit für unsere Kolleginnen und Kollegen, worüber eigentlich gesprochen werden muss: vorübergehende Probleme oder tatsächlich die Zahlungsunfähigkeit?“

Nach Angaben des KSTA benötigen die Kliniken zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit rund 11 Millionen Euro. Am 15. März 2018 gab die Geschäftsführung den Beschäftigten bekannt, dass 10 Millionen Euro durch ein Gesellschafterkredit bereitgestellt werden müssen. Ein Gutachten soll klären, wie die Zukunft der Kliniken aussieht.

„Ein erneutes Sanierungsgutachten ist ein Offenbarungseid. Die Geschäftsführung der Kliniken ist seit 2015 objektiv nicht in der Lage gewesen, das letzte Sanierungskonzept umzusetzen. Wir haben kein Vertrauen in diese Geschäftsführung, nun ein neues Sanierungskonzept erfolgreich umzusetzen“, sagte Wolfgang Cremer, zuständiger Landesfachbereichsleiter für den Bereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen.

Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter im Aufsichtsrat der Kliniken haben aus diesem Grund die Abberufung des Geschäftsführers Lovenfosse-Gehrt und des kaufmännischen Direktors Tinschmann im Aufsichtsrat beantragt. „So eine Situation fällt nicht vom Himmel. Das sind hausgemachte Probleme. Die Kliniken brauchen ersichtlich frischen Wind und neue Ideen, wie der Weg aus dieser Krise beschritten werden kann. Wir sind überzeugt, dass dies nur mit einer neuen Geschäftsführung gelingen kann“, begrüßen Cremer und Kolle den Absetzungsantrag.